Berufsbild:
Die Geschichte der Massage ist so alt wie die menschliche Heilkunst selbst. Bereits der griechische Arzt Hippokrates (466-377 v. Chr.) wandte Massagen an. Auch für die Zeit des ägyptisch-pharaonischen Reichs existieren Hinweise über Massagemethoden. Heute nimmt die Massage mit all ihren Techniken einen großen Stellenwert bei der Behandlung von Patienten ein. Masseure und medizinische Bademeister unterstützen den Arzt, Krankheiten zu heilen oder zu lindern. Rheumatische Erkrankungen gehören ebenso zum Behandlungsspektrum wie die Nachsorge von Bandscheibenvorfällen, Sport- oder Unfallverletzungen. Sie arbeiten nach ärztlicher Verordnung und Anweisung am Patienten, allerdings dürfen sie auch gesunde Menschen zu Fitness- und Wellneszwecken oder auch im Rahmen der Gesundheitsvorsorge behandeln.
Mit den Händen heilen
Die Hände sind das wichtigste „Arbeitswerkzeug“ der Masseure und medizinischen Bademeister. Sie beherrschen zahlreiche Massagetechniken wie beispielsweise klassische Massagen, Reflexzonentherapien und weitere Sonderformen der Massage. Daneben gewinnt die Bewegungstherapie zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen der Hydrotherapie führen Masseure unterschiedlichste Wasseranwendungen durch (u.a. Kneipp‘sche Güsse, medizinische Bäder und Unterwassermassagen). Auch Wärme- und Kälteanwendungen spielen eine große Rolle (Fango, Heiße Rolle, Eisbehandlung). Nicht zuletzt bietet die Elektrotherapie vielfältige, auch ergänzende Behandlungsmöglichkeiten.
Nach Ausbildungsende:
Nach Ihrer Ausbildung eröffnen sich vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Hauptarbeitgeber sind:
→ Krankenhäuser unterschiedlicher Fachrichtungen
→ Spezialkliniken
→ Rehabilitationskliniken und -zentren
→ Kureinrichtungen
→ niedergelassene Masseure und medizinische Bademeister
→ physiotherapeutische Praxen
→ Arztpraxen
→ sportmedizinische und präventiv-medizinische Einrichtungen.
Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten finden Sie im Sport- und Wellnessbereich, als Lehrkraft in einer Berufsfachschule und nicht zuletzt in eigener Praxis. Nach Ihrer Ausbildung und Erteilung der Berufserlaubnis können Sie zudem eine verkürzte anderthalbjährige Ausbildung zum Physiotherapeuten anschließen.
Ausbidungsdauer & Abschluss:
Die Ausbildung dauert zwei Jahre und endet mit der Prüfung zum/zur staatlich anerkannten Masseur/-in und medizinischen Bademeister/-in.
Für Ihre staatliche Anerkennung müssen Sie nach Ihrer Abschlussprüfung eine praktische Tätigkeit von sechs Monaten in Krankenhäusern oder anderen geeigneten medizinischen Einrichtungen ableisten. Sie soll innerhalb eines Jahres nach der staatlichen Prüfung begonnen werden.
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