Berufsbild
Medizinisch-technische Assistenten für Funktionsdiagnostik (MTAF) führen nach Festlegung durch den Arzt diagnostische Erhebungen mit elektronischen Messgeräten selbstständig durch. Dabei messen sie unter anderem Herzströme, Blutdruck und Blutdurchfluss, Lungenfunktion, Hirnströme, Hörfähigkeit und Gleichgewichtssinn. MTAF sind somit in vielen medizinischen Fachbereichen „zuhause“, denn die diagnostische Mithilfe erstreckt sich auf zahlreiche Krank-heitsbilder. Der direkte Umgang mit Menschen und die Anwendung modernster Technik sind für diese Berufsgruppe markant. Neben grundlegenden medizinischen Kenntnissen benötigen MTAF technisches Verständnis, Sorgfalt beim Umgang mit oft teuren Instrumenten und die Bereitschaft, sich in neue Diagnose- und Therapieverfahren einzuarbeiten.
Ausbildung
Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit der Prüfung zum/zur staatlich anerkannten Medizinisch-technischen Assistenten/-in für Funktionsdiagnostik. Die Ausbildung in der Schule (theoretischer und praktischer Unterricht) umfasst 2370 Stunden. Einschließlich des Krankenpflegepraktikums von 230 Stunden sind 2030 Stunden Fachpraktikum in Krankenhäusern bzw. Facharztpraxen mit entsprechender Ausstattung vorgesehen.
Zulassungsvoraussetzungen
Sie haben mindestens einen Realschulabschluss oder eine gleichwertige abgeschlossene Ausbildung, oder Sie besitzen einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung. Sie sollten außerdem ein Organisationstalent sein, über manuelles Geschick und gute naturwissenschaftliche Grundkenntnisse verfügen sowie körperlich und psychisch belastbar sein.
Auskunft über die aktuelle Anzahl an freien Ausbildungsplätzen gibt der Schulstandort.
Anmerkung: zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 und AZWV