Berufsbild:
Die Ausbildung Masseur und medizinischer Bademeister gehört zu den nichtärztlichen Heilberufen. Auf dem Gebiet der Physiotherapie unterstützen Masseure und medizinische Bademeister den Arzt, Krankheiten zu heilen oder zu lindern. Sie arbeiten nach ärztlicher Verordnung und Anweisung. Das schließt allerdings nicht aus, dass sie gesunde Menschen zu sportlichen, pflegerischen oder ähnlichen Zwecken auch ohne ärztliche Verordnung behandeln dürfen. Behandlungsschwerpunkte liegen in der Massagetherapie, der Bewegungstherapie, der Elektro-, Licht- und Strahlentherapie, der Hydro-, Balneo-, Thermo- und Inhalationstherapie. Die Bewegungstherapie gewinnt auch bei der Tätigkeit der Masseure und medizinischen Bademeister eine zunehmende Bedeutung und ist vielfach als ergänzende Maßnahme von der Massagetherapie und anderen physikalisch-therapeutischen Verfahren nicht zu trennen.
Ausbildung:
Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet im festen Klassenverband statt. Einen breiten Raum nimmt die Ausbildung in den praxisbezogenen Fächern ein. Zusätzlich zum theoretischen und praktischen Unterricht absolvieren die Teilnehmer ein Praktikum (über 800 Stunden). Nach zwei Jahren legen die Teilnehmer die Prüfung zum/zur staatlich anerkannten Masseur/-in und medizinischen Bademeister/-in ab. Für die staatliche Anerkennung ist nach der Prüfung eine praktische Tätigkeit von sechs Monaten in für die Ausbildung ermächtigten Krankenhäusern oder anderen geeigneten medizinischen Einrichtungen abzuleisten. Sie soll innerhalb eines Jahres nach der staatlichen Prüfung begonnen werden.
Zulassung:
Sie haben mindestens einen Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung. Sie sind mindest 16 Jahre alt und haben die gesundheitliche Eignung. Vor Beginn der Ausbildung wird unter den Bewerbern ein berufsbezogenes Auswahlverfahren durchgeführt.
Anmerkung:
► zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000 und AZWV |